Gab es technologisch weit fortgeschrittene Hochkulturen vor unserer Geschichtsschreibung?

Eine Frage, die spätestens seit dem ersten Buch des Urvaters der Präastronautik, Erich v. Däniken, uns nicht mehr loslässt. Im Jahr 1968 erschien sein erstes Buch Erinnerungen an die Zukunft, nach langer Suche nach einem mutigen Verleger. Das Buch wurde über Nacht zum Erfolgstitel und ist auch verfilmt worden. Erich v. Däniken präsentierte in Erinnerungen an die Zukunft eine Reihe von Thesen bezüglich unserer Vergangenheit, Thesen die so gar nicht zum Bild der etablierten Wissenschaft passen wollten. Dem Erstlingswerk folgten viele weitere, teils ebenfalls sehr erfolgreiche Bücher und damit bahnte Erich v. Däniken den Grenzwissenschaften den Weg.

In seinen Publikationen verknüpft Erich v. Däniken Beobachtungen, Vermutungen und geschickt gestellt Fragen in verführerischer Weise und kommt zu dem Schluss, dass in der Vergangenheit die frühe Menschheit immer wieder von Außerirdischen besucht worden sein muss. Wissenschaftlich haltbare Beweise lieferte er  allerdings nicht – wie übrigens alle Vertreter der Grenzwissenschaften in ihren jeweiligen Publikationen. Damit wird dieser Zweig der Vergangenheitsforschung von der etablierten Wissenschaft nicht ernst genommen und teilweise sogar vehement bekämpft.

Auch wenn viele der Thesen der Präastronautik einfach widerlegt werden können und wurden, bleiben einige Fragen offen, auf die insbesondere die etablierten Archäologen bis heute keine wirkliche Antworten geliefert haben.

  1. Wie haben unsere Vorfahren die gigantischen Steinbauten errichtet, die uns selbst mit heutigen Maschinen Schwierigkeiten bereiten würden? Das beste Beispiel sind die ägyptischen Pyramiden. Es ist schwer vorstellbar, dass Heerscharen von Ägyptern Jahrzehnte mit Steinen auf Kupferkeile gehämmert haben und das in einer Zeit, wo ein Großteil der Menschheit ohne Maschinen und Kunstdünger mit dem täglichen Nahrungsanbau beschäftigt sein musste. Die Zyklopenmauern der Inkas sind hierfür ein schönes Beispiel.
    Zyklopenmauern
    Im Übrigen behaupten einige heute noch lebende Nachfahren der Inkas, dass diese Bauwerke bereits vor ihrer Hochkultur da gewesen waren. Das wird aber von der offiziellen Geschichtsschreibung geflissentlich ignoriert.
  2. Interessanterweise sind häufig die Präzision der Steinbearbeitung und die Konstruktionsmerkmale der antiken Bauten umso ausgereifter, je weiter man in der Zeit zurückgeht. Dies findet man sowohl in Ägypten, aber auch an vielen anderen archäologischen Fundstätten in der ganzen Welt. Häufig sind die ältesten Arbeiten von einer Qualität, die wir selbst mit unseren heutigen Präzisionswerkzeugen gerade so erreichen können. Dies widerspricht fundamental unserer modernen Welt, in der mit fortschreitender Technologie die Qualität und Komplexität der Bauten erkennbar zunehmen. Es reicht beispielsweise ein Blick auf die Überreste von Puma Punku, um zu der Vermutung zu gelangen, dass bei der Bearbeitung der Steine, deren Härte nah an die Härte von Diamant heranreicht, Maschinen zum Einsatz gekommen sein müssen.
    Ruinen in Puma Punku
  3. Warum gleichen sich die Konstruktionsmerkmale der monumentalen Steinbauten weltweit, ohne dass die etablierte Wissenschaft von einer Verbindung der Kulturen ausgeht? Der oft kolportierte Hinweis, dass auch Biber auf der ganzen Welt auf die gleiche Art und Weise Dämme bauen, befriedigt als Antwort nur bedingt. Naheliegender ist die Vermutung, dass es eben doch eine Verbindung zwischen den Kulturen gab, oder dass sie sich aus einer gemeinsamen Ursprungskultur entwickelt haben.

All dies ist sicher kein Hinweis darauf oder gar ein Beweis dafür, dass die Menschheit in der Vergangenheit von Außerirdischen besucht worden ist. Aber vieles deutet darauf hin, dass unsere heutige, moderne Gesellschaft nicht die erste technologische Hochkultur ist, die die Erde bevölkert.

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