Primordiale Schwarze Löcher

Der letzte Satz in meinem Beitrag Geburt eines Schwarzen Lochs hat es ja schon angedeutet. Vor langer Zeit, kurz nach dem Urknall, könnten sich während der Inflationsphase in der extrem heißen und hochverdichteten Energie- und Materiesuppe kleine Schwarze Löcher gebildet haben.

Vorbeiziehendes Schwarzes Loch Diese These hat in den 70er Jahren als Erster der berühmte Astrophysiker Steven W. Hawking aufgestellt. Bis heute hat man aber keinen Nachweis für diese kleinen Burschen erbringen können. Wie auch, denn die primordialen Schwarzen Löcher sind nach Hawkings Theorie maximal so groß wie eine Frucht, und das sind schon die Größten. Die meisten sind wohl nur so groß wie ein Atom, haben dabei aber das Gewicht eines mittleren Bergs. Abgesehen davon ist Steven Hawking der Auffassung, dass diese kleinen Schwarzen Löcher mittlerweile zerstrahlt sein müssen, sofern sie zwischenzeitlich nicht zusätzliche Materie einsammeln konnten.

Einige namhafte Geologen gehen jedoch davon aus, dass winzige primordiale Schwarze Löcher immer wieder mal auf die Erde treffen und dabei Auslöser für unerklärliche Erdbeben sein könnten. Bewiesen ist auch dies nicht. Wie auch immer, sollte jemals ein primordiales Schwarzes Loch in der Größe eines Apfels den Weg der Erde kreuzen, wären die Auswirkungen katastrophal. Ein solches Objekt wäre viermal so schwer wie die Erde.


Dem Physiker Josef Gaßner gelingt meiner Meinung nach eine recht eingängige und äußerst unterhaltsame Erläuterung der Physik der schwarzen Löcher.

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