Erstmals exotische Materie mit negativer Masse im Labor erzeugt

Es ist wieder geschehen, die Science hat die Fiktion bestätigt. Vor Kurzem erst wurden in der großen Pyramide augenscheinlich weitere Räume gefunden. Genau an diesem Punkt nimmt die Story von Der Kristall ihren Anfang. Und nun wird eine weitere Vorhersage aus meinem Buch auf höchst eindrucksvolle Weise wahr. Aber eins nach dem anderen.

Schon seit längerem gibt es theoretische Arbeiten zur Physik der Wurmlöcher, die davon ausgehen, dass diese Gebilde der Raumzeit nur dann stabil existieren können, wenn sie mithilfe sogenannter exotischer Materie gebildet werden. Diese auf der Erde unbekannte Materieform, die sich von Standardmaterie dadurch unterscheidet, dass ihre kleinsten Teilchen von einer abweichenden Anordnung der Quarks gebildet werden, soll in bestimmten Zuständen eine negative Energie und damit eine negative Masse aufweisen. Diese negative Masse erzeugt eine negative Gravitation und genau das braucht man, um ein Wurmloch zu öffnen und offen zu halten.

Bose-Einstein-KondensatNun hat eine Gruppe an der Washington State University erstmals diese Form der Materie erzeugen und den Effekt nachweisen können. Sie beschossen ein fast auf den absoluten Nullpunkt abgekühltes Bose-Einstein-Kondensat aus Rubidium Atomen mit Laserpulsen und konnten dabei den Effekt der negativen Energie nachweisen.



Der Nachweis der exotischen Eigenschaften gelang den Forschern dadurch, dass sie mithilfe eines zweiten Lasers einen Impuls auf die Atome des Kondensats ausübten und sich die Atom dabei auf den Laser zubewegten anstatt sich von ihm zu entfernen.
Um es umgangssprachlich auszudrücken: Exotische Materie mit negativer Energie und Masse bewegt sich auf eine Kraft zu, die versucht, sie von sich wegzuschubsen.

Was bedeutet dies nun? Zuerst einmal hilft uns dieses Experiment, die Materie in Neutronensternen und Schwarzen Löchern besser zu verstehen, denn die Astrophysiker gehen davon aus, dass bei der hohen Verdichtung, die in diesen Objekten herrscht, die Materie in exotischer Form vorliegt. Darüber hinaus sind wir vielleicht dem ersten künstlich hergestellten Wurmloch wieder ein Schritt nähergekommen.
Und last but not least: Ich hatte einen guten Riecher, als ich exotisches Bose-Einstein-Kondensat, die im Buch als Fluid bezeichnete Substanz, als eine der notwendigen Komponenten zur Bildung eines Wurmlochs vorhergesagt habe.

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Außerirdische haben auch nur zwei Beine

Alien Kopf
Die Begegnung mit Außerirdischen gehört zu Science Fiction wie das Salz in die Suppe. Und egal, ob in Filmen oder in der Literatur, in den meisten Fällen ähneln die Außerirdischen in ihren wichtigsten Körpermerkmalen auffallend uns Menschen. Konnte man dies in den filmischen Anfängen noch auf die eingeschränkte Tricktechnik zurückführen, hat sich dies bis heute in der Mehrzahl nicht verändert. Seien es Star Wars, Star Trek oder auch die aktuell sehr beliebten Marvel Umsetzungen, die Außerirdischen sehen zumeist aus wie Schauspieler, an denen sich kreative Maskenbildner ausgetobt haben. Zum Glück gibt es aber auch erfrischende Ausnahmen, allen voran die Alien Serie und die Gäste der Männer in den schwarzen Anzügen.

In der Literatur und erst recht in der filmischen Popkultur verfolgt die Vermenschlichung der Aliens einen einfachen Zweck, nämlich dass sich der geneigte Leser oder die Zuschauer in die handelnden Protagonisten hineinversetzen und eine emotionale Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Vielleicht nicht gerade bei Aliens, denn da verkörpert das außerirdische Wesen ja auch das abgrundtief Böse, aber ich erinnere mich noch gut an E.T. aus meiner Jugend. Was haben wir Rotz und Wasser geheult, als es so aussah, als sei der knuddelige, kleine Außerirdische gestorben.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und Körperbau?

Aber die Frage nach dem Aussehen potenzieller außerirdischer Lebensformen ist eine durchaus interessante wissenschaftliche Frage. Leben gibt es auf der Erde in den vielfältigsten Formen, aber das, was wir gemeinhin als bewusste Intelligenz einordnen, hat sich auf der Erde nach allem was wir wissen, nur beim Menschen entwickelt. Nur der Mensch beherrscht seine Umwelt mithilfe von Technologie – zum Guten wie zum Schlechten – und nur der Mensch versucht der Natur aller Dinge neugierig auf den Grund zu gehen.

Warum ist das so? Können wir eventuell aus der Tatsache, dass nur der Mensch diese Form der bewussten Intelligenz entwickelt hat, von uns auf intelligente, außeriridische Lebensformen schließen? Bevor ich näher auf aktuelle Forschungsergebnisse eingehe, möchte ich die weitere Argumentation zwei Charakteren aus meinem Roman überlassen.


Achtung, Spoiler!

Was sagt die Wissenschaft dazu?

Diese überzeugende Herleitung der Zusammenhänge führt uns also zu dem Schluss, dass die Macher von Star Trek, Star Wars & Co. durchaus richtig liegen könnten. AlienAber sind diese Argumente auch wissenschaftlich haltbar? Nun, vor Kurzem haben einige renommierte Forscher der Universität Oxford eine Arbeit vorgelegt, in der sie zu einem sehr ähnlichen Schluss gekommen sind. Die Kernaussage der Arbeit, auch Darwin’s Aliens genannt, fasst das folgende Zitat sehr gut zusammen:

„Vorausgesetzt, dass Aliens großen Veränderungen ausgesetzt sind – was dem entsprechen würde, wie sich Komplexität in den Arten auf der Erde ausgebildet hat – können wir sagen, dass eine gewisse Berechenbarkeit der Evolution dazu führen würde, dass sie aussehen wie wir.“

Wie dieses Zitat vermuten lässt, nähern sich die Autoren mit dem Werkzeugkasten der Evolutionsbiologie der Frage nach dem Aussehen von intelligenten Außerirdischen. Sie kommen zu dem Schluss, dass auf einem Planeten, dessen Lebensformen immer wieder von tiefgreifenden Veränderungen in ihrer Entwicklung gestört werden, sich an einem Punkt eine intelligente Lebensform ausbildet, die uns Menschen sehr ähnlich sein sollte. Am Ende folgt die Herleitung in weiten Teilen der Argumentation aus meinem Roman. Natürlich werden sich Außerirdische nicht einfach nur durch ein paar Höcker auf dem Schädel oder spitzen Ohren von uns Menschen unterscheiden. Und es sind auch nicht zwangsläufig kleine graue Männchen mit großen Kulleraugen. Viele Körpermerkmale werden sich deutlicher von den unsrigen unterscheiden, aber die grundlegenden Elemente der Konstruktion gleichen sich möglicherweise.

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Das künstliche Gehirn

Künstliches Gehirn
Die sogenannte künstliche Intelligenz ist für uns schon fast alltäglich geworden. Wir unterhalten uns mit unserem Smartphone, fahren mit selbstfahrenden Autos und stellen so viele persönliche Daten mehr oder weniger freiwillig im Internet zur Verfügung, dass Unternehmen wie Google, Facebook & Co. unser nächstes Bedürfnis mit schlafwandlerischer Sicherheit voraussagen können. Aber all diese künstliche Intelligenzen stellen in ihrer Leistung nur einen erbärmlichen Abklatsch der Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns dar. Der große Traum der interdisziplinären Neurowissenschaften ist daher die Nachbildung des menschlichen Gehirns in speziellen Computern, um damit die erste wirkliche, bewusste künstliche Intelligenz zu erschaffen.

Zurzeit ist das alles allerdings noch Grundlagenforschung, aber es stecken handfeste Zukunftsvisionen dahinter. Einerseits werden uns die Erkenntnisse aus diesen Projekten helfen, mechanische Prothesen, z.B. nach einer Amputation so an das Gehirn anzubinden, dass die Funktion wieder vollständig hergestellt werden kann. Andererseits steht aber auch der Geist selbst im Zentrum der Forschung, denn in einigen Jahrzehnten soll es nach Meinung der führenden Wissenschaftler möglich sein, das komplette Bewusstsein eines Menschen zu digitalisieren und in einem künstlichen Neuronalen Netz abzulegen. Damit wäre eine virtuelle Unsterblichkeit erreicht und der menschliche Geist könnte körperlos weiterbestehen.

Wenn es jemals soweit kommen sollte, wird sich jedoch die Frage stellen, wie das Bewusstsein ohne den gewohnten Körper auskommen wird. Einen kleinen Hinweis darauf geben uns die Erfahrungen von Menschen, die aufgrund eines tragischen Unfalls ein oder mehrere Gliedmaßen verloren haben. Denn grundsätzlich scheint sich das Gehirn an einen solchen Umstand gewöhnen zu können, auch wenn diese Personen ab und an unter Phantomschmerz oder Juckreiz leiden. Aber ein lebenswerter Zustand wird ein Bewusstsein ohne einen Körper sicher nicht sein. Wir werden uns also Gedanken machen müssen, wie wir dieses künstliche Gehirn mit einer sensorischen Umgebung ausstatten können, bis hin zu komplexen Simulationen einer vollständigen Umwelt. Die Matrix rückt also näher…

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Präastronautik – wurden wir in der Vergangenheit bereits besucht?

Heute verlassen wir die heimelige Stube gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse und begeben uns auf das schlüpfrige Terrain der Grenzwissenschaften. Es soll um die sogenannte Präastronautik gehen, einen Zweig der Grenzwissenschaften, die sich mit der These beschäftigt, dass die Menschheit in früher Zeit, sozusagen am Anfang ihrer soziokulturellen Entwicklung, wiederkehrend von Außerirdischen besucht worden sein soll.
Diese Thesen wurden nicht zuletzt durch Erich v. Däniken hoffähig, der im Jahr 1968 mit seinem Autorendebut Erinnerungen an die Zukunft über Nacht weltberühmt wurde und damit den Grundstein für diese Diskussion legte.

Ich möchte an dieser Stelle weder die Thesen von EvD wiederholen noch tiefer in die Diskussion um das Für und Wider dieser Thesen einsteigen. Nur so viel an dieser Stelle: Keine der Thesen konnte bislang stichhaltig wissenschaftlich belegt werden und manche wurden sogar widerlegt, was auch EvD oder andere Autoren der Präastronautik nicht bestreiten. Allerdings – und aus diesem Grund ist die Diskussion weiterhin hochaktuell und wird immer wieder aufgegriffen – sind viele Rätsel weiterhin ungelöst und der staunende Betrachter bleibt mit der Frage zurück: „Könnte es möglich sein?“
Aber nicht nur die Vertreter der alternativen Wissenschaft und Präastronautik beschäftigen sich mit diesem Thema, auch einige Vertreter der seriösen Wissenschaft sind auf dem Gebiet tätig und veröffentlichen ihre durchaus ernst gemeinten Forschungsergebnisse. So beispielsweise Jason Wright im April 2017, der in seiner Arbeit untersucht, welche Spuren uralte, technologische Hochkulturen auf der Erde hinterlassen haben könnten.

Aber nun genug geredet. Getreu dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ soll die folgende, kleine Auswahl historischer Fundstücke zum Nachdenken anregen. Manches ist mittlerweile aufgeklärt und ein paar Funde haben sich auch als Fake herausgestellt. Für die Mehrzahl aber gibt es keine befriedigende Erklärung, außer das wiederkehrende Mantra der traditionellen Archäologie, dass es sich um religiöse Kultgegenstände und sinnbildliche Darstellungen gehandelt haben soll.

Prähistorische Felszeichnungen

Es gibt unzählige Höhlenzeichnungen, die augenscheinlich nicht-menschliche Wesen darstellen. Dass die prähistorischen Künstler hier keine Menschen darstellen wollten, liegt nahe, denn auf anderen Zeichnungen werden Menschen i.d.R. gänzlich anders gezeichnet.
Höhlenzeichnung
Höhlenzeichnung

Höhlenzeichnung in Tassili,Sahara,Nordafrika
Höhlenzeichnung
Höhlenzeichnung

Steinportraits und Skulpturen

Die kleinen, jahrtausendealten goldenen Flugzeuge aus Peru kennt sicher jeder, oder?
Goldene Flugzeuge

Es folgt ein kurzer Ausschnitt aus der Reihe Ancient Aliens des amerikanischen Pay-TV Senders History Channel. Die Autoren zeigen eindrucksvoll, dass diese Modelle anscheinend wirklich flugtauglich waren.

Die folgenden Skulpturen zeigen eine Art reptiloiden Mensch-Elefant Hybriden auf einem Gleiter. Angeblich stammt die eine Skulptur aus Indien, die andere aus Mexiko.

Gleiter
Gleiter
 
In einigen Maya-Ruinen werden Menschen mit Helmen abgebildet.

 
Und was soll das sein?
Kleines Fluggerät
 
Kommen wir zu einem Stein der Azteken, der in Mexiko gefunden wurde. Zeigt er eine Gestalt mit Flügeln, die aus einem typischen UFO steigt?
Ritualstein der Azteken

Mittelalterliche und neuzeitliche Gemälde und Drucke

Eine unüberschaubar große Zahl an Gemälden des letzten Jahrtausends zeigen verdächtige Objekte am Himmel.
1479 wurde in Arabien ein längliches Objekt am Himmel gesehen. Der Vorfall wurde in der Landeschronik festgehalten.
UFO in Arabien
 
In England wurden 1783 ebenfalls längliche Fluggeräte am Himmel beobachtet. Könnten aber auch Meteore gewesen sein, allerdings berichten die Zeitgenossen von eratischen Bewegungsmustern.
UFO in England
 
Im Jahre 1697 standen glühende Räder längere Zeit über Hamburg.
UFO über Hamburg
 
Auch auf mittelalterlichen Gemälden finden sich häufig mysteriöse Körper am Himmel.

UFO im Mittelalter
UFO im Mittelalter
 
Das folgende Wandgemälde wurde in Rumänien entdeckt.
Wandgemälde in Rumänien
 
Die umfangreich dokumentierte UFO-Schlacht über Nürnberg aus dem Jahr 1561 ist weltberühmt. Fliegende Kreuze, Zylinder und Kugeln flogen stundenlang durcheinander und feuerten nach Augenzeugen Lichtblitze aufeinander ab.
UFO Schlacht Nürnberg


Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Die umfangreichsten Überlieferungen zu außerirdischen Besuchern finden sich in den indischen Glaubensbüchern und mythologischen Texten, insbesondere der Mahabharata. Vielleicht widme ich diesem Text mal einen der kommenden Beiträge.

Ob wir in der Vergangenheit bereits von Außerirdischen besucht worden sind oder auch nicht, ist am Ende egal. Ich, für meinen Teil, denke nicht, dass wir schon alles über die Vergangenheit der Menschheit wissen. Dafür sind einige der uralten Bauwerke einfach mit den damaligen, technologischen Mitteln schwer zu erklären, zumindest wenn man den Effizienzgedanken berücksichtigt. Ob das nun Außerirdische waren, die uns geholfen haben, oder ob vor unserer Zeitrechnung bereits menschliche Hochkulturen existierten, tut am Ende eigentlich gar nichts zur Sache. Einen herrlicher Stoff für eine gute Geschichte ist es allemal.

Jedem, der sich umfassend mit dem Thema auseinandersetzen möchte, kann ich die oben bereits erwähnte Serie Ancient Aliens des History Channel wärmstens empfehlen. Viele der Folgen findet man immer wieder auf YouTube, teilweise sogar ins Deutsche synchronisiert. Aber seid kritisch und nehmt nichts als Tatsachen an, auch wenn dies manchmal so dargestellt wird. Alles kann, nichts muss.

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Quantenverschränkung, Wurmlöcher und höhere Dimensionen

Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch deren Schüler aussterben müssen.Max Planck (1858-1947), dt. Physiker (Quantentheorie), 1918 Nobelpreis

Über Quantenverschränkung habe ich ja schon einiges geschrieben. Und obwohl es für diese Eigenschaft der kleinsten Teilchen, die die Physiker derzeit kennen, noch keine rationale Erklärung gibt, stellt sie wahrscheinlich das bahnbrechende Fundament der nächsten Generation unserer Computerarchitekturen dar.

Trotzdem – die Tatsache, dass zwei Teilchen über eine beliebig große Entfernung spontan Information austauschen können, ja sogar vermeintlich wie ein- und dasselbe Teilchen agieren, ist für uns dreidimensionale Wesen schlicht unvorstellbar. Ebenso unbegreiflich für uns sind Schwarze Löcher und das daraus abgeleitete Konzept der Wurmlöcher. Auch Schwarze Löcher sind mittlerweile nachgewiesen und liefern damit einen weiteren, eindrucksvollen Beweis für Einsteins allgemeine Relativitätstheorie. Diese bildet das Fundament unseres aktuellen Verständnisses des Universums und basiert auf drei Dimensionen sowie der Zeit. Allerdings verknüpft Einstein Raum und Zeit zur sogenannten Raumzeit und hebt damit die Unabhängigkeit dieser beiden Eigenschaften des Universums auf. Einstein sagt in seiner Theorie voraus, dass der Raum durch große Massen gekrümmt werden kann und sogar so weit, dass sich zwei Punkte der Raumzeit berühren und damit eine Raumbrücke bilden kann, die zwei weit entfernte Punkte der Raumzeit miteinander verbindet.
WurmlochDiese sogenannte Einstein-Rosen-Brücke, im Volksmund auch Wurmloch genannt, konnte allerdings bisher noch nicht nachgewiesen worden, sind doch nach der Allgemeinen Relativitätstheorie gigantische Massen und damit unendlich große Mengen an Energie notwendig, um eine solche Raumkrümmung zu erreichen. Nichtsdestotrotz ist sie ein fundamentales Element jeder Science-Fiction, löst sie doch elegant das Problem der unglaublich großen Entfernungen im Universum. Denn es gibt nach der Relativitätstheorie noch ein weiteres, sehr wichtiges Konzept – die maximale Geschwindigkeit der Informationsausbreitung in der Raumzeit, die durch die Geschwindigkeit des Lichts begrenzt ist – und damit sind Reisen im Universum etwas unpraktikabel. Diese fundamentale Beschränkung hat Einstein auch dazu bewogen, die Theorie der Quantenmechanik, die die Quantenverschränkung vorhersagt, in Teilen abzulehnen und hat dies als „spukhafte Fernwirkung“ abgetan.

Wurmloch – Ein Gedankenexperiment

Wir erzeugen eine gigantisch große Menge verschränkter Teilchen und trennen die jeweiligen Paare. Die eine Gruppe packen wir in ein Raumschiff, die andere Gruppe behalten wir hier. Am Zielort angekommen werden die Teilchen mit einer fortschrittlichen Technik bis zu einem Schwarzen Loch komprimiert und mit den auf der Erde verbliebenen Teilchen verfahren wir ebenso. Da die Teilchen immer noch verschränkt sind, sind es nun auch die beiden Schwarzen Löcher. Wir haben mit einfachsten Mitteln ein Wurmloch erzeugt.

Verschränkte Schwarze Löcher
Nun ist es so, dass die Menge der Teilchen und damit die resultierenden Masse in das Resultat dieses Gedankenexperiments nicht eingeht. Daraus kann man schließen, dass der Effekt der Raumkrümmung von der Masse unabhängig ist – ein Widerspruch zur Allgemeinen Relativitätstheorie. Allerdings ist die Quantenverschränkung real und damit ist auch dieses Gedankenexperiment gültig. Nachzulesen ist all dies in den aktuellen Arbeiten von Leonard Susskind (Stanford University) und Juan Maldacena (Princeton N.J.). Die beiden Physiker haben nicht nur dieses Gedankenexperiment durchgeführt, sondern auch die notwendigen mathematischen Zusammenhänge hergeleitet. Es zeigt sich, dass Wurmlöcher und Quantenverschränkung nur Grenzfälle ein- und desselben physikalischen Phänomens sind.


Wir haben also ein Problem. Das Verhalten verschränkter Elementarteilchen lässt sich nach diesem Gedankenexperiment am ehesten als mikroskopisch kleines Wurmloch begreifen. Allerdings reicht die Masse eines Elementarteilchens nach der Allgemeinen Relativitätstheorie nun mal nicht aus, um den Raum zu krümmen. Sowohl die Allgemeine Relativitätstheorie wie auch die Quantenmechanik beschreiben die Natur damit nur in Grenzfällen und das ist die große Herausforderung der modernen Physik, die Suche nach der vereinheitlichten Theorie, der Weltformel, die das Verhalten größter und kleinster Massen gleichermaßen erklären kann.

Eine Richtung, in die sich die theoretische Physik aktuell bewegt, um die Widersprüche der beiden großen Theorien des letzten Jahrhunderts aufzulösen, ist die Einführung weiterer Dimensionen. Das ist leider ein Konzept, dass die menschliche Vorstellungskraft arg strapaziert. Aber stellen wir uns einmal vor, es gebe mindestens eine weitere Dimension, die uns tolpatschig plumpen Wesen zwar nicht zugänglich ist, aber sehr wohl den Elementarteilchen. Damit wäre die Quantenverschränkung elegant zu erklären, wären doch die beiden Teilchen in dieser zusätzlichen Dimension einfach miteinander zu verbinden. Man spricht hier von einer sogenannten Faltung des Raums in einer höheren Dimension. Die Erweiterung der nicht unumstrittenen String-Theorie, die M-Theorie, führt in ihrem Modell gar sechs zusätzliche Dimension ein, die eine durchaus verlockende mathematische Eleganz haben. Im Rahmen dieser Theorie bilden die höheren Dimensionen die Grundlage für die Vorhersage von Multiversen und alternativen Realitäten. Aber all das kann ich nicht so gut erklären wie Doc Emmet Brown aus Zurück in die Zukunft: „Du musst Dir angewöhnen, vierdimensional zu denken.“

In diesem Sinne habe ich hier noch ein gutes Video, dass anschaulich das Konzept der höheren Dimensionen erklärt. Ob das Realität ist? Keine Ahnung. Aber die Experimentalphysik arbeitet hart daran, Phänomene, die von dieser Theorie vorhergesagt werden, nachzuweisen. Bis jetzt ist es uns noch nicht gelungen. Aber das soll nichts heißen, hat es doch auch mehr als 50 Jahre von der Allgemeinen Relativitätstheorie bis zum ersten Nachweis eines Schwarzen Lochs gebraucht.


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Neue Hohlräume in der großen Pyramide entdeckt

Gar nicht so selten wird Fiktion irgendwann von der Realität eingeholt, ja sogar manchmal weit übertroffen. Einige der Geschichten von Jules Verne, die zu seinen Lebzeiten als absolute Phantastereien galten, sind nicht zuletzt deswegen heute so berühmt, weil Vernes Visionen mittlerweile gar nicht mehr so phantastisch erscheinen. Und viele Vernianer glauben daher fest daran, dass auch seine anderen Geschichten sich noch als wahr herausstellen werden.
Nun, anscheinend ergeht es mir gerade recht ähnlich. Nein, leider nicht der Teil mit dem berühmt, aber das auslösende Ereignis meines Romans wird gerade von der Realität fulminant eingeholt. In meinem Roman entdecken zwei Forscher der Universität Berkeley mit fortschrittlicher Technologie eine geheime Kammer in der großen Pyramide von Gizeh. Und vor Kurzem hat das Scan Pyramids Projekt bekanntgegeben, dass sie mithilfe hochmoderner Methoden bisher unbekannte Hohlräume in der großen Pyramide von Gizeh gefunden haben.

Hohlräume in der großen Pyramide
Mein erster Gedanke war: „Wow, stimmt dann auch der Rest meiner Geschichte?“ Jetzt will ich nicht so vermessen sein und behaupten, dass ich es gewusst habe. Nein, ich habe es noch nicht einmal geahnt. Aber ich habe es für möglich gehalten, denn einige alte Überlieferungen deuten an, dass es in der großen Pyramide weitere Räume gibt. Aber mehr dazu weiter unten…

Was haben nun die Wissenschaftler des Scan Pyramids Projekts gemacht? Vereinfacht ausgedrückt haben sie die Pyramide geröntgt. Nun ist es nicht ganz einfach, eine ganze Pyramide in einen Röntgenapparat zu stecken. Daher haben die Wissenschaftler einen pfiffigen Trick angewendet. Die Erde wird permanent von kosmischer Strahlung getroffen. Bei diesem Bombardement entsteht in den erdnahen Schichten bei der Kollision von Protonen mit der oberen Atmosphäre ein Elementarteilchen, das sogenannte Myon. Es ähnelt dem Elektron, ist aber deutlich schwerer und zerfällt sehr schnell wieder. Da es sich aber mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegt, hat es noch genügend Zeit, auf die Erde zu treffen. Und da es so klein ist, kann es sehr tief in die Erde eindringen, bevor es auf andere Teilchen trifft.

Aufbau Myon DetektorenDie Wissenschaftler haben nun in den verschiedenen Kammern der Pyramide Myonendetektoren aufgestellt und damit die Dichte der Pyramide in allen möglichen Richtungen kartographiert. Dabei haben sie einen weiteren möglichen Gang nahe des Eingangs der Pyramide und einen riesigen Hohlraum oberhalb der großen Galerie entdeckt. Aber seht selbst…

Wir stehen möglicherweise vor einer spannenden Entdeckung. Offen ist leider, ob die ägyptische Altertumsverwaltung weitere Untersuchungen erlauben wird. Diese werden sicher nicht so minimal-invasiv vonstattengehen können, wie in meiner Geschichte. Und eine so große Kammer freizulegen, könnte die Statik der Pyramide, und damit eines der einträglichsten touristischen Bauwerke in Ägypten, eventuell gefährden. Wir werden sehen.

Aber was würden wir finden? Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist, dass sich in diesem Hohlraum das eigentliche Grab von Cheops befindet. Denn die bisher bekannten Kammern in der Cheops-Pyramide sind mit Sicherheit keine Grabstätten. Dafür sind sie viel zu schmucklos und in der Geschichte wird auch nicht davon berichtet , dass in der Königskammer jemals eine Mumie gefunden wurde. Waren die bekannten Königs- und Königinnenkammer daher nur Ablenkungen für Grabräuber und das eigentliche Grab ist noch unentdeckt?

Mag sein, allerdings gibt es noch andere Möglichkeiten. Gerade um die große Pyramide ranken sich viele Mythen und Legenden, bis hin zu Theorien, dass dieses Bauwerk gar nicht von den Ägyptern der vierten Dynastie errichtet worden ist.
Es gibt beispielsweise eine wenig beachtete, teilweise von etablierten Wissenschaftlern sogar vehement abgelehnte Schrift des arabischen Historikers Al-Makrizi aus dem frühen Mittelalter. Ähnlich wie Platon in seinen Erzählungen von Atlantis, bezieht sich Al-Makrizi in seinem mehr als 200 Werken häufig auf ältere Quellen und fasst diese zusammen. In seinem Werk Hitat (auch Chitat genannt) berichtet er von der Geschichte Ägyptens und speziell der Pyramiden. Er erwähnt an verschiedenen Stellen, dass die Pyramiden möglicherweise nicht von den Ägyptern erbaut worden sind und an einer Stelle schreibt er sinngemäß:


„Es gibt Leute, die sagen: Der erste Hermes, welcher der ,dreifache’ in seiner Eigenschaft als Prophet, König und Weiser genannt wurde (er ist es, den die Hebräer Henoch, den Sohn des Jared, des Sohnes des Mahalalel des Sohnes des Kenan, des Sohnes des Enos, des Sohnes Seths, des Sohnes Adams – über ihm sei Heil – nennen, und das ist Idris), der las in den Sternen, dass die Sintflut kommen werde. Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.
Es heißt, der Erbauer der Pyramiden sei ein König mit Namen Saurid b. Sahluk b. Sarjak gewesen, der während andere behaupten, die beiden Pyramiden, die al-Fustat gegenüber liegen, habe Saddad b. Ad infolge eines Traumgesichts erbaut. Die Kopten aber bestreiten das Eindringen der Amalekiter in Ägypten und glauben fest daran, dass Saurid die Pyramiden erbaut hat, weil er träumte, eine Katastrophe war die Sintflut. Sie sagen, er habe die beiden Pyramiden in einem Zeitraum von 6 Monaten erbaut, sie mit Brokat bekleidet und auf ihnen folgende Inschrift angebracht: ,Wir haben die beiden in 6 Monaten erbaut. Sage dem, der nach uns kommt, er möge sie in 600 Jahren zerstören, und Zerstören ist leichter als Bauen. Auch haben wir die beiden mit farbigem Brokat bekleidet; möge er sich mit Matten bekleiden! Und Matten sind geringwertiger als Brokat’….“


Nach Al-Makrizi wurden die Pyramiden demnach vor der Sintflut erbaut und in ihnen sollte wertvolles Wissen für die Nachwelt vor der kommenden Katastrophe geschützt werden. Das klingt schon ziemlich abwegig, oder? Zumindest hat das rein gar nichts mit der aktuell gültigen Lehrmeinung über den Bau der Pyramiden und deren Datierung zu tun.
Wie auch immer, für mich ist das Stoff für eine großartige Geschichte.

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