Erstmals exotische Materie mit negativer Masse im Labor erzeugt

Es ist wieder geschehen, die Science hat die Fiktion bestätigt. Vor Kurzem erst wurden in der großen Pyramide augenscheinlich weitere Räume gefunden. Genau an diesem Punkt nimmt die Story von Der Kristall ihren Anfang. Und nun wird eine weitere Vorhersage aus meinem Buch auf höchst eindrucksvolle Weise wahr. Aber eins nach dem anderen.

Schon seit längerem gibt es theoretische Arbeiten zur Physik der Wurmlöcher, die davon ausgehen, dass diese Gebilde der Raumzeit nur dann stabil existieren können, wenn sie mithilfe sogenannter exotischer Materie gebildet werden. Diese auf der Erde unbekannte Materieform, die sich von Standardmaterie dadurch unterscheidet, dass ihre kleinsten Teilchen von einer abweichenden Anordnung der Quarks gebildet wird, soll in bestimmten Zuständen eine negative Energie und damit eine negative Masse haben. Diese negative Masse erzeugt eine negative Gravitation und genau das braucht man, um ein Wurmloch zu öffnen und offen zu halten.

Bose-Einstein-KondensatNun hat eine Gruppe an der Washington State University erstmals diese Form der Materie erzeugen und den Effekt nachweisen können. Sie beschossen ein fast auf den absoluten Nullpunkt abgekühltes Bose-Einstein-Kondensat aus Rubidium Atomen mit Laserpulsen und konnten dabei den Effekt der negativen Energie nachweisen.


Kurz erklärt: Was ist eigentlich ein Bose-Einstein-Kondensat?


Der Nachweis der exotischen Eigenschaften gelang den Forschern dadurch, dass sie mithilfe eines zweiten Lasers einen Impuls auf die Atome des Kondensats ausübten und sich die Atom dabei auf den Laser zubewegten anstatt sich von ihm zu entfernen.
Um es umgangssprachlich auszudrücken: Exotische Materie mit negativer Energie und Masse bewegt sich auf eine Kraft zu, die versucht, sie von sich wegzuschubsen.

Was bedeutet dies nun? Zuerst einmal hilft uns dieses Experiment, die Materie in Neutronensternen und Schwarzen Löchern besser zu verstehen, denn die Astrophysiker gehen davon aus, dass bei der hohen Verdichtung, die in diesen Objekten herrscht, die Materie in exotischer Form vorliegt. Darüber hinaus sind wir vielleicht dem ersten künstlich hergestellten Wurmloch wieder ein Schritt nähergekommen.
Und last but not least: Ich hatte einen guten Riecher, als ich exotisches Bose-Einstein-Kondensat, die im Buch als Fluid bezeichnete Substanz, als eine der notwendigen Komponenten zur Bildung eines Wurmlochs vorhergesagt habe.

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