2tes Probekapitel

Story on TypewriterWer die Inhalte auf der Webseite zu Der Kristall intensiv gelesen und auch in die letzten Ecken geschaut hat, hat das zweite Kapitel ja längst gefunden. Trotzdem möchte ich dieses auch als einzelnen Beitrag veröffentlichen, damit es einen prominenteren Platz bekommt und auch auf externen Quellen verlinkt werden kann.

Hinweis: Obwohl das zweite Kapitel inhaltlich eigenständig ist, lohnt es sich, zuerst den Prolog und das erste Kapitel zu lesen.


Im Frühjahr 2016 wurde von den Astronomen Konstantin Batygin und Michael E. Brown auf­grund theoretischer Überlegungen ein großer Himmelskörper postu­liert, der unsere Sonne auf einer langgestreckten Bahn weit außerhalb der äußeren Planeten umkreist.

Seitdem wird dieser Himmelskörper von der internationalen Gemeinschaft der Astronomen ge­sucht. Gefunden wurde er bis heute nicht.
In diesem Kapitel lernt Ihr das Astronomenteam rund um Professor Mark Watson kennen, die kurz vor einer unglaubliche Entdeckung stehen.
Das Dilemma
 


Das Dilemma

Das vollkommene Chaos beherrschte den fensterlosen Raum, aber nur für das ungeübte Auge. Auf allen Tischen lagen Papierstapel und auf­ge­schla­gene Bücher. Die unzähligen Whiteboards waren mit nahezu unleserlichen Formeln, Diagrammen und Symbolen vollge­kritzelt. Einiges davon war ober­flächlich ausgewischt und über­schrie­ben worden, so als hätte jemand eilig Platz gesucht und sich nicht die Mühe machen wollen, das Board gründlich zu putzen. Oder vielleicht waren die verbleibenden Aufzeich­nungen einfach zu wert­voll, um ausgewischt zu werden. Oder beides.

Mark saß an seinem Tisch und starrte schon seit Stunden bewe­gungs­los auf seine drei großen Bildschirme.

„Hmm, das passt alles nicht zusammen“, sagte er bereits zum wiederholten Male. Die Unzu­frieden­heit in seiner Stimme war nicht zu überhören und er sprach laut, auch wenn er die Worte mehr an sich selbst als an die anderen Personen im Raum gerichtet hatte.

„Es muss ein Fehler vorliegen. Es muss einfach.“

Seine Team­kol­legen igno­rierten ihn. Nicht weil sie Mark nicht ernst nahmen, son­dern weil sie ihn nicht stören wollten.

Sie kannten sein Verhalten gut; Mark war etwas auf der Spur.

Professor Mark Watson leitete seiner jungen Jahre zum Trotz – er war erst 34 Jahre alt – die Arbeitsgruppe Instrumentation, Surveys and Projects am renommierten Institut für Astronomie der altehr­würdigen Universität Cambridge. Früher hatten er und sein Team sich auf die Suche nach erdähnlichen Planeten in entfernten Sonnen­systemen konzentriert, aber seit dem 19ten Januar 2016 befand sich die Welt der Astronomen in heller Aufregung. An diesem Tag hatten die Forscher Konstantin Batygin und Michael E. Brown des Cali­fornia Institute of Technology verkündet, dass weit außerhalb der Umlaufbahn von Neptun ein weiteres großes Objekt in unserem Sonnensystem existieren musste. Dieser hypothetische Planet, von der internationalen Forschergemeinde vorläufig schlicht Planet Neun genannt, wurde seitdem weltweit von vielen Teams gejagt.

Mark und sein Team hatten sich vor zwei Jahren ebenfalls dieser Aufgabe verschrieben. Das ärgerliche Problem mit Planet Neun war jedoch, dass ihn bis zu diesem Tag niemand direkt hatte beob­achten können. Er war einfach zu weit da draußen, uner­reichbar für das Sonnenlicht und daher mit optischen Teleskopen nicht zu entdecken.

Auch Batygin und Brown hatten den Nachweis nur auf Basis von Computeranalysen beobachteter Bahnanomalien einiger trans­neptu­nischer Himmels­körper und der äußeren Planeten des Sonnen­sys­tems erbracht. Diese Anomalien waren schon länger bekannt gewe­sen, konnten aber erst durch Batygin und Brown schlüssig durch die Anwesenheit eines großen Himmelskörpers am äußersten Rand unseres Sonnen­systems erklärt werden. Dieser sollte nach den Be­rech­nungen ungefähr über die 10-fache Erdmasse verfügen und die Sonne in einem Abstand von 1000 – 3000 AE[1], also dem maximal dreitausend­fachen Abstand der Erde zur Sonne, umkreisen.

Marks Erstarrung löste sich und er legte seinen Kopf zuerst auf die linke und dann auf die rechte Schulter, wie um eine Verspannung in seinem Nacken zu lösen. Dann drehte er seinen Stuhl langsam nach links und schaute Anthony mit zusammengekniffenen Lippen lange und schweigend an.

„Es kann nicht sein, aber die Daten lassen keinen anderen Schluss zu“, sagte Mark leise und sah dabei Anthony konzen­triert, ja fast beschwörend, direkt in die Augen.

„Was kann nicht sein?“, fragte Anthony. Er spürte, dass gerade etwas sehr Bedeutendes geschah.

Sie jagten Planet Neun bereits seit über zwei Jahren. Die ein­fachen Modelle von Batygin und Brown hatten es seinerzeit nicht erlaubt, die Posi­tion von Planet Neun auf seiner wahrscheinlich stark elliptischen Lauf­bahn genauer zu bestimmen. Mark und sein Team hatten sich daher darauf spezialisiert, ein präziseres mathe­matisches Modell zu erar­beiten, um anhand der Bahndaten der Planeten Neptun und Uranus sowie der kleineren transneptunischen Objekte eine exak­tere Vorher­sage der Position von Planet Neun zu ermö­glichen. Wenn sie damit Erfolg haben würden, sollte es gelingen, das extrem lichtschwache Objekt mit einem optischen Teleskop erfolg­reich zu lokalisieren.

Anthony zog seinen Rollstuhl rüber zu Mark und sah inte­ressiert auf dessen Bildschirme. „Was kann nicht sein?“, wieder­holte er, diesmal mit einem fragenden Seitenblick in Marks Rich­tung.

„Hier, das sind die Daten, die Batygin und Brown verwendet haben.“ Mark deutete mit einem Finger auf eine lange Zahlenkolonne auf dem linken Bildschirm. Unterhalb der Zahlen fanden sich eine Reihe von Formeln und daneben ein schematisches Diagramm der bisher vermuteten Umlauf­bahn des mysteriösen Ob­jekts.

Planet 9 Variante 1

„Die Bahndaten von Uranus und Neptun, die sie ihren Modellen zugrunde gelegt haben, deuten auf diese Umlaufbahn hin.“ Mark zeigte mit seinem Finger auf das Diagramm der Umlaufbahn und zog diese nach, ohne dabei den Bildschirm zu berühren. „Auch die Bahnneigungen von Sedna, TG422 und VP113, den bekann­testen und größten der trans­neptuni­schen Objekte, waren zu diesem Zeit­punkt mit dem Modell von Batygin und Brown in Überein­stimmung. Das Simulationsmodell, das wir 2017 selbst entwickelt haben, be­stätigt diese Umlaufbahn ebenfalls.“

Mark lehnte sich in seinem Stuhl zurück und sah Anthony durch­dringend an. „Wenn wir aber die Positionen zugrunde legen, die wir im letzten Monat am ESO[2] aufgezeichnet haben und zusätzlich auch die neueren Bahndaten von FE72 mit einfließen lassen, dann…“

Mark machte eine kurze, bedeutungsschwangere Pause und senk­te seine Stimme. „Dann stimmt nichts mehr.“

Mittlerweile hatten auch die anderen ihre Plätze verlassen, stan­den schweigend hinter Mark und Anthony und hörten gebannt zu.

„Ich habe die neueren Daten alle zusammengeführt und durch unsere Simulation laufen lassen.“ Wie zur Bestätigung deutete Mark auf den mittleren Bildschirm. Auch hier fanden sich lange Kolonnen win­ziger Zahlen und eine Menge Formeln. Das skizzierte Bahndia­gramm auf der rechten Seite sah aber gänzlich anders aus.

„Wenn wir mal davon ausgehen – und ich denke, das können wir – dass die Mechanik der Himmelskörper sich in den letzten zwei Jahren nicht geändert hat, dann bleiben am Ende nur zwei Mög­lichkeiten zur Lösung der Gleichungen und beide sind“ – auch an dieser Stelle machte Mark eine kurze Pause – „extrem unwahr­schein­lich.“

Während er noch sprach, sprang Mark auf und ging zum großen Whiteboard an der Stirnseite des Raums. Ohne darauf zu achten, was er wegwischte, zog er ein Tuch in schnellen, abgehackten Bewe­gun­gen über das Board, um Platz zu schaffen. Mit sicherer, geübter Hand zeichnete er die bisher angenommene Umlaufbahn für Planet Neun auf das Whiteboard.

„Wenn wir also weiterhin der Hypothese von Batygin und Brown folgen, dass die Bahn von Planet Neun weit außerhalb der Bahn von Uranus verläuft, dann lassen sich die Gleichungen mit den neueren Daten der Bahnanomalien von Sedna und FE72 nur lösen, wenn wir die Masse von Planet Neun erhöhen, und zwar auf ziemlich genau drei Jupitermassen.“

Mark blickte erwartungsvoll in die Runde. Fast alle schüttelten erstaunt und ungläubig den Kopf.

„Wie das?“, platzte Freya, die einzige Frau im Team, heraus. „Bei dieser Masse müsste Planet Neun riesig sein und wir hätten ihn längst entdeckt.“

Mark hätte gerne mehr weibliche Mitglieder in seinem Team gehabt, insbesondere, wenn sie so attraktiv waren wie Freya. Das war in seinem Fachgebiet aber eine Seltenheit, wie er nur zu gut wusste.

„Das ist wohl wahr, aber es gibt noch eine zweite Möglichkeit“, postulierte Mark leise und zeichnete ein weiteres Bahndiagramm.

Planet 9 Variante 2

„Wenn wir annehmen, dass die Masse von Planet Neun im Bereich von einigen wenigen Erdmassen liegt, dann ist eine Lösung der Gleichungen auch möglich, wenn Planet Neun auf einer kometen­artigen Bahn um die Sonne läuft. Seine Bahn würde dann die Lauf­bahn der Erde schneiden.“ Mark hielt kurz inne und fuhr dann noch eindringlicher fort. „Und nach den vorlie­genden Daten müsste sich Planet Neun bereits zwischen Saturn und Jupiter auf dem Weg ins innere Sonnensystem befinden. Dann wäre er aber eben­falls be­reits zu sehen.“

Mark ließ seinen Blick noch einen Moment auf den Dia­grammen ruhen. Dann seufzte er und wandte sich um.

„Wir haben hier ein echtes Dilemma“, schloss er nach­denk­lich und sah die anderen an. Niemand sagte etwas.

„Machen wir uns an die Arbeit“, hauchte er in die Stille.


[1] Ein AE, die astronomische Einheit, entspricht mit 149.597.870.700 Meter dem Abstand der Erde zur Sonne. Die Erde läuft auf einer leicht elliptischen Bahn um die Sonne, daher handelt es sich bei dem Abstand um einen Mittelwert.
[2] ESO = Europäische Südsternwarte in der Atacama-Wüste in Chile. Die ESO besteht aus vier identischen, optischen Teleskopen, die als Interferometer zusammengeschaltet werden können und dann extrem hohe Auflösungen erreichen.

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WordPress – Wie blendet man ein Menü auf Mobile Devices aus?

Mobile PhoneIn einem früheren Beitrag habe ich gezeigt, wie man das Menü im Twenty Seventeen Theme optisch etwas verbessert.
Aber man ist ja nie zufrieden. Ich finde es chic, wenn auf Smartphones beim Scrollen das Menü verschwindet und Platz für den Content macht, um dann bei einem Wisch nach oben wieder zu erscheinen. Also wollte ich das auch haben und so geht es:

1. Mit Javascript die Scrollrichtung feststellen

Als Erstes müssen wir feststellen, in welche Richtung die Seite gescrollt wird. Findet der Seitenlauf nach oben statt, soll das Menü ausgeblendet werden. Und wieder eingeblendet, wenn die Seite wieder nach unten gezogen wird. Das folgende Javascript Snippet erzeugt eine CSS-Klasse und bindet diese an den body-Tag. Diese Klasse kann dann in CSS-Regeln als Diskriminator genutzt werden.

jQuery(document).ready(function( $ ) {
  var lastScrollTop = 0;
 
  $(window).scroll(function(event) {
    var st = $(this).scrollTop();
 
    if (st > lastScrollTop) {
      if (!$('body').hasClass('down')) {
        $('body').addClass('down');
      }
    } else {
      $('body').removeClass('down');
    }
 
    lastScrollTop = st;
 
    if ($(this).scrollTop() <= 0) {       $('body').removeClass('down');
    };
  });
});

 

2. Mit CSS-Regeln das Menü beim Scrollen ein- und ausblenden

Im CSS des Twenty Seventeen Themes liegt bei 30em der Breakpoint für Tablets. Die erste Regel lässt das Menü weich ein- und ausblenden und die zweite lässt es bei einem Seitenlauf nach unten verschwinden.

/* Menü ausblenden auf kleinen Devices... */
@media screen and (min-width: 20em) and (max-width: 29.99em) {
  .navigation-top {
    transition: transform .25s .1s ease-in-out;
  }
 
  .down .navigation-top {
    transform: translate3d(0, -80px, 0);
  }
}

 
Das ist es schon gewesen. Wie fast immer, ist die Menge an Code überschaubar. Allerdings dauert es eine Zeit, bis man die Zusammenhänge erkennt und die Lösung für eine Aufgabe offensichtlich wird.

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Interstellar Spaceships – Prinzipien des Designs


Raumschiffe gibt es in der Science Fiction in allen Formen und Größen. Gerade in letzter Zeit nehmen im zunehmenden Gigantismus Hollywoods die Mutterschiffe manchmal die Ausmaße ganzer Planeten an und auch die Landefähren sind groß wie Städte. Im Design schlägt sich also vor allem die kreative Fantasie des Autors oder der Filmemacher nieder. Auch die Formen sind äußerst fantasievoll – von monsterhaft stachelig bis aerodynamisch stromlinienförmig ist alles dabei.
Wenn man Google bemüht und nach Raumschiff Größenvergleich sucht, findet man sehr schnell akribisch ausgearbeitete Plakate, auf denen alle bisher bekannten Schiffe maßstabsgerecht gegenübergestellt werden.

Empfehlenswert ist auch das sehr bekannte Video des spanischen Studios MBS. Es zeigt die Größenverhältnisse einiger Raumschiff-Designs anschaulich im direkten Größenvergleich.


Aber welche Formen und Größen erfüllen denn nun abseits der Science Fiction am besten die Anforderungen eines interstellaren und bemannten Raumflugs? Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn die Menschheit hat offensichtlich noch wenig praktische Erfahrung auf diesem Gebiet und Besucher von außerhalb unseres Sonnensystems, mit denen man das Thema mal intensiv diskutieren könnte, sind jetzt gerade auch nicht bei der Hand. In indischen Sanskrit-Texten, insb. im Mahabharata wird zwar von Städten am Firmament und Kriegen, die zwischen den Göttern am Himmel tobten, berichtet, jedoch sind diese Berichte eher der Mythologie zuzuordnen. Und die vielen mutmaßlichen Sichtungen der sogenannten fliegenden Untertassen helfen auch nicht wirklich weiter.

Allerdings kann man einige theoretische Überlegungen anstellen, die schnell ein paar grundlegende Designprinzipien nahe legen bzw. ausschließen.

  • Im Weltraum spielt jedwede aerodynamische Form keine Rolle. Stromlinienförmige Strukturen und Tragflächen bieten also keine Vorteile. Im Gegenteil, diese Elemente stellen vor allen Dingen Materialverschwendung dar.
    Dies ist anders bei Landefähren und Explorationsfahrzeugen, hier haben aerodynamische Körper klare Vorteile, denn die meisten Planeten, auf dem sich eine Landung lohnt, sollten auch eine Atmosphäre besitzen.
  • Wenn wir einmal davon ausgehen, dass ein effizienter Materialeinsatz wertvoll ist, dann ist die Kugel die optimale Form, denn sie bietet das beste Verhältnis aus Oberfläche und umbauten Raum. Bevor jetzt jemand vor Langeweile aufstöhnt, kann ich beruhigen. Auch die Kugel ist nicht optimal, aber aus anderen Gründen. Dazu gleich mehr.
  • Obwohl im Weltraum Schwerelosigkeit herrscht, spielt die Masse eines Schiffs eine große Rolle. Wenn wir einmal Wurmlöcher, Warp-Antriebe und andere hochgradig spekulative Technologien außen vor lassen, dann muss ein Raumschiff konventionell beschleunigt werden. Die dazu notwendige Energie steigt exponentiell mit der Masse des Schiffs an. Und das Raumschiff muss den Energieträger mitschleppen, was die Masse noch weiter erhöht. Da dieser Effekt – wie gerade gesagt – exponentiell wirkt, gibt es eine praktikable Grenzmasse. Größe ist also ein Problem.
  • Ebenfalls relevant ist die Stirnfläche eines Raumschiffs, denn auf der langen Reise zwischen den Sternen besteht eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit für Kollisionen mit kleinsten Asteroiden und Staubteilchen. Deswegen hat auch die Kugel Nachteile, denn die Stirnfläche einer Kugel ist sehr groß. Schutzschildtechnologien wie im Film Passengers könnten zwar eine Lösung für dieses Problem bieten, allerdings benötigt ein solches Schutzschild ebenfalls immense Energiemengen, womit wir wieder bei dem Masse-Paradoxon wären.

Wenn man all diese Überlegungen zusammennimmt, dann eignen sich für interstellare Reisen zylinderförmige, langgezogene Raumschiffe mit einer abgerundeten oder angeschrägten Spitze am besten. Die Größe wird zwischen 100 Metern und einem Kilometer liegen, wenn man noch in endlicher Zeit beschleunigen und abbremsen will. Interessanterweise durchquert zurzeit ein solches Objekt unser Sonnensystem.
A/2017 U1 is most likely of interstellar origin.
Das Omuamua getaufte, ungefähr 400 Meter lange, zigarrenförmige Objekt trat mit ca. 28 km/sec aus dem Sternbild Leier kommend in unser Sonnensystem ein und verlässt es derzeit nach einem SwingBy-Manöver an unserer Sonne wieder. Auch wenn die meisten Astronomen von einem normalen, wenn auch ungewöhnlich geformten Asteroiden ausgehen, hat die Form und die Flugbahn doch einige Wissenschaftler aufgeschreckt und das Objekt soll jetzt belauscht werden.

Nachtrag: Es handelt sich bei Oumuamua aller Wahrscheinlichkeit nach doch um ein natürliches Objekt.


Sozusagen als Bonus habe ich gerade noch einen wunderbar skurrilen Artikel aus dem NASA Archiv von 1996 für Euch gefunden. Besonders das groß geschriebene Requirement BE COST EFFECTIVE ist beachtenswert.

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WordPress – Responsive Header Video

Responsive DesignDas WordPress Twenty Seventeen Theme unterstützt von Haus aus die Einbindung von Videos in den Header. Ich nutze dies ja schon länger und präsentiere die schönsten Bilder des Hubble Space Teleskops. Was mich allerdings immer gestört hat, war die Tatsache, dass sich der Header zwar responsive der Fenster- bzw. Bildschirmgröße anpasst, die Größe des Videos aber nicht in allen Fällen folgt. Das liegt daran, dass der Videoplayer als iFrame eingebunden wird und das Seitenverhältnis des Videos beibehält. Schwarze Streifen an den Seiten oder am oberen und unteren Rand sind die Folge.

Aber natürlich gibt es hierfür Lösungen. Es gibt einige Plugins aus der Kategorie Slider, die diesen Punkt adressieren und auch optisch ansprechende Lösungen implementieren. Allerdings ist der Footprint dieser Plugins teilweise immens und da ich auf die Geschwindigkeit der Webseite zu meinem Buch großen Wert lege – und daher auch eine sehr schlankes Theme nutze – ist der Einsatz eines Slider-Plugins auf der Startseite für mich keine Option. Zum Glück bietet sowohl CSS als auch Javascript genug Möglichkeiten, direkt einzugreifen und den eingebetteten iFrame in die kaskadierte Größenanpassung einzubinden. Schauen wir uns zwei mögliche Lösungsansätze einmal etwas genauer an.

Browser Detection mit Javascript

Leider wird die weiter unten vorgestellte CSS-basierte Lösung nicht von allen Browsern unterstützt. Daher müssen wir erst einmal feststellen, in welchem Browser die Webseite aktuell gerendert wird, um die CSS-Regeln browserspezifisch zu gestalten – ja, sollte man eigentlich nicht machen.
Anyway, die Detektion des Browsers geht am besten mit einem kurzen Javascript-Snippet. Sodann wird der detektierte Browser als Klasse an das Root-Element – also den html-Tag – gebunden und kann damit in CSS-Selektoren als Diskriminator genutzt werden.

function isChrome() {
  var isChromium = window.chrome,
      winNav = window.navigator,
      vendorName = winNav.vendor,
      ua = winNav.userAgent;
      isIOSChrome = ua.match("CriOS");
 
  return (isIOSChrome || (ua.indexOf('Chrome') > -1) ||
          (isChromium !== null &&
           typeof isChromium !== "undefined" &&
           vendorName === "Google Inc."));
}
 
function detectBrowser() {
  var ua = window.navigator.userAgent;
  var is_explorer10 = ua.indexOf('MSIE') > -1;
  var is_explorer11 = ua.indexOf('Trident/') > -1;
  var is_edge = ua.indexOf('Edge/') > -1;
  var is_firefox = ua.indexOf('Firefox') > -1;
  var is_safari = ua.indexOf("Safari") > -1;
  var is_opera = ua.toLowerCase().indexOf("opr") > -1;
  var is_chrome = isChrome();
 
  if (is_chrome && is_safari) { is_safari = false; }
  if (is_chrome && (is_opera || is_edge)) { is_chrome = false; }
 
  var root = document.getElementsByTagName( 'html' )[0];
 
  root.className +=
    (is_explorer10) ? ' browserIExplorer iexplorer10' :
    (is_explorer11) ? ' browserIExplorer iexplorer11' :
    (is_edge) ? ' browserEdge edge' :
    (is_chrome) ? ' browserChrome chrome' :
    (is_firefox) ? ' browserFireFox firefox' :
    (is_safari) ? ' browserSafari safari' :
    (is_opera) ? ' browserOpera opera' : '';
}
 
detectBrowser();

 
Dieses Skript muss unbedingt in den Head eingebunden werden, damit die generierten CSS-Klassen auch beim Rendern zur Verfügung stehen.

Alternative 1: Kopplung des iFrame-Containers mittels CSS

Nun definieren wir die CSS-Regeln, die den iFrame-Container an des Resizing des übergeordneten div-Elements koppeln. Dies geschieht natürlich nur für die unterstützten Browser.

Hinweis: Im vorliegenden Beispiel wird das Verhalten nur für den Desktop-Breakpoint implementiert. Das ist aber willkürlich und von Theme zu Theme verschieden. Für Mobile Devices sollte man grundsätzlich auf Videos verzichten, sonst ist das Bandbreitenguthaben schnell verbraucht.

@media screen and (min-width: 48em) {
  .chrome #wp-custom-header,
  .firefox #wp-custom-header,
  .safari #wp-custom-header,
  .opera #wp-custom-header {
    position: relative;
    padding-bottom: 56.25%; /* Video size ratio 16:9 */
    padding-top: 10px;
    height: 0;
  }
 
  .chrome #wp-custom-header iframe,
  .firefox #wp-custom-header iframe,
  .safari #wp-custom-header iframe,
  .opera #wp-custom-header iframe {
    position: absolute;
    top: -20%;
    left: -20%;
    width: 140%;
    height: 140%;
  }
}

 
Mit der letzten Regel implementiere ich einen armseligen Ersatz für die im CSS fehlende cover -Positionierung von eingebetteten Elementen. Diese äußerst praktische Form der Positionierung eingebetteter Elemente wird imho leider nur für Bilder unterstützt.

Alternative 2: Resizing des iFrame-Containers mittels Javascript

Alternativ zur CSS-Lösung kann auch eine Javascript Funktion genutzt werden. Dies hat allerdings den Nachteil, dass bei Größenänderung des Browser-Fensters je nach Rechnerleistung störende Effekte wie Flackern auftreten können.

jQuery(document).ready(function( $ ) {
  var vContainer = $("#wp-custom-header-video");
 
  if (typeof vContainer == "object") {
    $(window).resize(function() {
      var vRatio = 9.0 / 16.0; // Video size ratio 16:9;
      var vHeight = $(window).height();
      var vWidth = $(window).width();
 
      if (vRatio > (vHeight / vWidth)) {
        vContainer.width(vWidth);
        vContainer.height(vWidth * vRatio);
      } else {
        vContainer.height(vHeight);
        vContainer.width(vHeight / vRatio);
      }
    });
  }
});

 


Erfolgreich getestet habe ich die CSS-Variante auf aktuellen Versionen von Chrome, FireFox, Safari und Opera. Leider funktionieren diese Lösungen nicht auf Microsoft Browsern. Wenn jemand einen Tipp für mich hat, wie ich auch IE 10-11 und Edge unterstützen kann, bedanke ich mich mit einem E-Book.

Es gibt noch einige weitere Tipps rund um WordPress in diesem Blog. Bei Interesse findet Ihr die hier.

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Rezensionen – der Lohn des Autors

Seien wir doch mal ehrlich, wir werden alle gerne gestreichelt und gelobt. Natürlich soll sich die eigene Arbeit auch im Portemonnaie niederschlagen, aber noch viel wertvoller und motivierender ist die Anerkennung für das Ergebnis der vielen Mühen und Entbehrungen, die der Künstler auf dem Weg zum fertigen Werk auf sich nimmt. Und in Zeiten sozialer Netzwerke, virtueller Gruppen und Foren fällt dieses Lob ebenso virtuell in Form eines Likes oder des allgegenwärtigen Sternchens einer Produktbewertung aus.
Ganz in diesem Sinne habe ich – unbescheiden wie ich nun mal bin – für Euch eine Kompilation der besten Aussagen aus den bisherigen Rezensionen zu Der Kristall zusammengestellt. Sozusagen ein Best-Of Eurer Bewertungen…


Deswegen lese ich es schon zum zweiten Mal. Wieder fasziniert mich die Darstellung der unterschiedlichen Charaktere, die Schauplätze und die Thematik an sich.Silke - 2. August 2017
Die Mischung und Beziehungen der sich im Laufe des Buches zusammenfügenden Stories aus Vorzeiten (12.000 Jahren) und den aktuellen Geschehnissen macht den besonderen Reiz des Buches aus.Jens Droit - 2. August 2017
Da den zahlreichen, originellen Ideen des Autors stets ein hervorragend recherchierter, wissenschaftlich fundierter Kern zugrunde liegt, macht das Buch darüber hinaus Lust, sich weiter mit der Materie zu beschäftigen.Frank Kastenholz - 3. September 2017
Allerdings hat mich die spannende Erzählung über mehrere Ebenen und mit zahlreichen, parallel laufenden Handlungsträngen in Verbindung mit fundierten, wissenschaftlichen Fakten derart in ihren Bann gezogen, dass ich regelrecht traurig war, als ich nach über 800 Seiten das Buch nach seinem Ende beiseite legen musste.Lothar Meiers - 16. August 2017
Ein fesselndes Buch, welches nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bietet, sondern, sofern man so will, auch zum Nachdenken anregt.Nicco - 7. August 2017
Jeder der unterschiedlichen Handlungsstränge ist so interessant, dass man am Ende jedes Kapitels bedauert, die Szene für eine Weile verlassen zu müssen. … Der Kristall ist ein wirklich gelungenes Romandebut, bei dem ich von Anfang bis Ende mitgefiebert und oft auch herzlich gelacht habe.Julia Deike - 14. Oktober 2017
Diejenigen Leser, bei denen Qualität vor Quantität kommt, werden ihre wahre Freude an der spannenden Geschichte und ebenso spannenden Erzählweise haben.Stefan Blasius - 3. Dezember 2017
Ich habe selten ein so inhaltsreiches und vielseitiges Buch gelesen. Es erwartet den Leser bis zum Ende hinter fast jeder Ecke eine Überraschung. So bleibt die Spannung auf Höchstniveau.Jens Becker - 7. Dezember 2017
Dieses Werk gehört in jede anständige SciFi-Sammlung. Absolute Lese-Empfehlung!Marcus Dietze - 8. Dezember 2017
Dieses Buch ist zugleich Thriller, Sci-Fi-Roman und eine Verknüpfung verschiedenster Theorien der „Randwissenschaften“. Ob der Osiris-Mythos, Geheimgesellschaften oder Raumschiffe, ob Astrophysik, Waffentechnologie oder Atlantis: Es ist für jeden etwas dabei!!!!Marco Rost - 17. Dezember 2017
Das Buch hat mich von der ersten Seite gebannt, zum Glück hatte ich ein paar freie Tage sonst hätte ich noch Krank gefeiert.Lutz Blohm - 1. Januar 2018
Oliver Juwig versteht es, drei Fäden – die schon alle für sich alleine ein Buch wert wären – gekonnt miteinander zu verweben, bis sie letztendlich nur gemeinsam zum erhofften Ende führen können.Kirsten - 5. Januar 2018
Der Schreibstil des Autors ist eine wahre wohltat. Nur wenigen ist es bisher gelungen zwei Storystränge so geschickt zu kombinieren, vor allem wenn die in einem Abstand von 12000 Jahren spielen.Giusy Ame - 13. Januar 2018
Dies ist wahrlich ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann.Harald Wiemann - 21. Januar 2018
Super recherchiert, ganz toll geschrieben und für ein Erstlingswerk absolute Spitze.Gaby Driga - 22. Januar 2018
Alle Achtung! Ich freue mich schon auf die Verfilmung…Peter Kirsch - 26. Januar 2018
Sci-Fi-Thriller mit Endzeitstimmung, der mich absolut begeistern und unterhalten konnte.Diana Pega Sus - 29. Januar 2018
Ich kann jedem, der Science oder Fiction (oder beides) mag, nur sagen: Lesen!Torsten - 10. Februar 2018
Die Geschichte ist enorm spannend und wegen der wechselnden Perspektiven und Erzählzeiten voller Cliffhanger. Besonders hat mich angesprochen die detaillierten astrophysikalischen und mathematischen Erklärungen. Hervorragend recherchiert. So soll SF für mich sein: Wissenschaftliche Erkenntnisse weitergedacht in eine Fiktion.Ulli Kammigan - 10. Februar 2018
Einer der besten Science-Thriller mit dem Thema Prä-Astronautik der letzten Jahre.DeepGround Magazine - 14. Februar 2018
Ich habe angefangen zu lesen und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.Bernd Schmitt - 6. März 2018
Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass sich daraus ein genialer Film drehen lässt, der mit Sicherheit einigen ein Lächeln ins Gesicht zaubern würde.Marvin - 16. März 2018
Von der ersten bis zur letzten Seite eine geniale Verwebung von Tatsachen und Fiktion.Harry - 22. März 2018

Bewertungen

So, das soll an dieser Stelle erst mal genügen. Die vollständigen Bewertungen findet Ihr hier. Abschließend möchte ich noch all meinen Lesern herzlich für ihr Interesse an meinem Buch und die wirklich netten Worte in ihren Bewertungen danken. Ich hoffe, es werden noch viele, viele mehr…

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Prolog

MeteoriteneinschlagIch habe länger überlegt, ob ich den Prolog der Geschichte hier veröffentlichen soll, denn zusammen mit einigen anderen Beiträgen auf dieser Seite ist das schon ein ganz schöner Spoiler. Aber der Prolog ist für Euch vielleicht eine noch größere Entscheidungshilfe als der Klappentext, wird hier doch bereits das Monster enthüllt, das die ganze Geschichte antreibt.

Bitte beachten: Im Prolog ist der Sprachstil im Vergleich zum Rest des Buches mit Absicht etwas tragender gewählt, um den historischen Charakter zu unterstreichen.
Prolog
 


Achtung, Spoiler!

Die Kakerlake
Nach dem Prolog beginnt die eigentliche Geschichte und im ersten Kapitel begegnet Ihr René und Lucas. Die beiden jungen Forscher der Universität Berkeley besuchen in ihren Wintersemesterferien die große Pyramide in Gizeh, um dort mit einem Mikroroboter nach versteckten Geheimnissen zu suchen.
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