Virtual Reality – 3D Hologramme und Projektionen

Hologramm
Dreidimensionale Darstellungen sind aus der Welt der Medien nicht mehr wegzudenken. Wo die Entwicklung hingehen wird, zeigt aktuell eindrucksvoll der Film Ready Player One. By the way: Das Buch von Ernest Cline ist besser als der Film. Unbedingt lesen.

Zurzeit müssen wir uns allerdings noch mehr oder weniger klobige Brillen auf den Kopf setzen, um in virtuelle Welten einzutauchen. Das wird aber nicht mehr lange so bleiben. Weltweit wird in vielen Labors fieberhaft an einer Technologie gearbeitet, die in Zukunft dreidimensionale Darstellungen direkt in der Luft entstehen lassen wird. Bevor ich auf diese Technik näher eingehe, erst einmal eine Demonstration der Möglichkeiten, die da auf uns zukommen.

Ganz so weit sind wir leider noch nicht. Die Firma Magic Leap, die diese Demonstration produziert hat, hatte bereits 800 Millionen Dollar Venture Capital eingesammelt, als sie zugeben musste, dass die Darstellung gefaked ist. Sowas kommt bei Investoren nicht so gut an und das Schicksal von Magic Leap war besiegelt. Allerdings hat Magic Leap ernsthaft an dieser Technologie geforscht und früher oder später werden wir solche Bilder auch zu sehen bekommen.

Wie funktioniert diese Technik nun? Eigentlich ganz einfach. Man nehme zwei Laserstrahlen, die an ihrem Kreuzungspunkt gerade so viel Energie erzeugen, dass die Luftmoleküle ionisiert werden. Es entsteht an der Stelle also ein winziges Plasma. Wenn sich die Ladungen wieder ausgleichen, werden Photonen emittiert und ein Bild entsteht in der Luft. Die wissenschaftlichen Grundlagen könnt ihr in diesem Artikel bei Nature nachlesen.

Der springende Wal liegt sicher noch etwas in der Zukunft, denn aktuell erinnern die Echt-Hologramme noch etwas an die frühen Anfängen der Computergrafik mit ihren Vektordarstellungen. Aber die Technik schreitet rasant voran und schon bald werden volumetrische und farbliche Darstellungen möglich sein. Und noch etwas anderes zeichnet sich ab: Diese Hologramme in der Luft wird man berühren und spüren können. Damit ist Tony Stark’s Assistent J.A.R.V.I.S. keine so absurde Zukunftsvision mehr. Und wieder einmal wird Fiction zur Science.


Gefällt
Gefällt Liebe Haha Wow Traurig Verärgert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.