Bewertungen

Ein wunderbares Erstlingswerk, toll recherchiert

17. Dezember 2017

Als ich über Facebook von diesem Buch erfuhr und mich auf diese Seite begab, war ich sofort begeistert. Die Zusamenführung von Wissenschaft und Präastronautik ist wirklich äußerst gut gelungen. Dieses Buch ist zugleich Thriller, Sci-Fi-Roman und eine Verknüpfung verschiedenster Theorien der „Randwissenschaften“. Ob der Osiris-Mythos, Geheimgesellschaften oder Raumschiffe, ob Astrophysik, Waffentechnologie oder Atlantis: Es ist für jeden etwas dabei!!!!

Zum Buch:
Zwei junge Robotikwissenschaftler finden mittels eines Robo-Insektes etwas rätselhaftes auf dem Gizehplateau. Was sie nicht wissen ist, das dieser Fund ein Schlüssel für etwas noch größeres ist. Inzwischen entdeckt eine Gruppe Astronomen ein Objekt im Sonnensystem, welches sich zu einer unheimlich gefährlichen Bedrohung für die Erde entwickelt. Als beide Gruppen zusammentreffen, müssen sie sich nicht nur mit ihren Entdeckungen beschäftigen, in der Hoffnung die eine zu nutzen um die anderen aufzuhalten, nein, sie müssen sich auch noch gegen einen gnadenlosen Gegner zur Wehr setzen. Dieser ist ihnen fast immer einen Schritt voraus und schreckt nicht vor äußerster Gewaltanwendung zurück. Wird es Ihnen gelingen die Geheimnisse des Fundes aus Ägyptens zu entschlüsseln und damit die Erde zu retten?

Meine Meinung:
Die Charaktere sind wirklich super. Nimmt man die Tragik des Geschehens und die kurze Zeitspanne in welcher sich die Handlung entwickelt, so fand ich jede Person wirklich gut entwickelt. Natürlich hat man ab und an das Gefühl, das die Handlungsweisen etwas überstürzt oder etwas zu konstruiert wirken. Aber betrachtet man dann das Tempo welches die Figuren vorlegen müssen um erfolgreich zu sein, ist es nur zu verständlich.
Meine Lieblingsfigur Lucas ist dabei von solcher Gelassenheit, selbst in den extremsten Situationen, das ich manchmal schmunzeln musste und mir gedacht habe: Junge du würdest hier in Panik geraten 🙂 Oliver schafft es wirklich gut wissenschaftliche Fakten einzubauen, bei welchen ich noch jetzt nachlesen muss, wovon er da eigentlich geredet hat. Aber wenn man sich mit diesen Themen beschäftigt, versteht man tatsächlich alle Zusammenhänge soweit, das die Handlung nicht nur plausibel sondern auch ehrlich und nachvollziehbar wird.

Negativ?
Gibt es nicht….obwohl….Rene…der Junge ist mal hart drauf…manchmal ein bischen zu hart für einen jungen Mann der weit jünger ist als ich. Der in Situationen einen kühlen Kopf bewahrt wo ich mit einer Rolle Toilettenpapier weinend zu Mami rennen würde 🙂

Im Ernst: Dieses Buch ist klasse! Ich hoffe die Story geht noch weiter!

Marco Rost

Dieses Werk gehört in jede anständige SciFi-Sammlung

8. Dezember 2017

Planet X, Nibiru, Präastronautik, Alt-Ägyptische & Sumerische Mythologie, Quantenphysik, Wurmlöcher, Micro-Robotik, Atlantis, die Sintflut und noch vieles mehr.
Wie all das zusammenpasst? Oliver Juwig schafft es in seinem Erstlingsroman „Der Kristall“ auf beeindruckende Art und Weise, all diese Dinge mit viel Fingerspitzengefühl und noch viel mehr Hintergrundrecherche, zu einer in sich stimmigen, hochinteressanten und absolut lesenswerten Geschichte zu vereinen.

Kaum eine, der viel zu oft nur als krude Verschwörungstheorien verschrienen Thesen bleibt hier unangetastet, doch schafft es Juwig auch, diese auf eine völlig neue Ebene zu heben, in dem er all diese auf ein wissenschaftlich durchaus haltbares Fundament stellt und obendrein mit moderner Physik und beinahe schon visionären Ansätzen, zu einem in sich stimmigen und hochgradig spannenden Thriller kombiniert.

Kein einziges Mal driftet er dabei in all zu wissenschaftliche Abhandlungen ab und so liest sich das Buch vom ersten Kapitel an spannend und leicht verständlich. Die diversen Zeitstränge vereinen sich erst nach und nach und folgen dabei keineswegs einem starren Muster. So hat man zu Beginn noch den Eindruck, 3 gleichermaßen fesselnde Geschichten parallel zu lesen, erst nach und nach stellt sich zunehmend der „Aha-Effekt“ ein und man erkennt, wie alles zusammen gehört.

Die Charakter überraschen auch zum Ende hin immer wieder aufs neue, so werden Nerds zunehmend zu Helden und scheinbare Bösewichte auch gern einmal sentimental.

Trotz ihres nicht zu verachtenden Umfangs von über 600 Seiten auf A5, war ich beinahe traurig, als sich die Geschichte allmählich dem Ende zuneigte, doch liefert der Autor auch hier wieder einen hervorragenden Ansatzpunkt, um sich noch lange nach dem Ende seine eigenen Gedanken zum Fortgang zu machen, oder gar eine Fortsetzung möglich erscheinen zu lassen.
Die neuste Version lockert das ganze sogar zusätzlich hin und wieder mit kleinen bunten Bildern auf – ein Aspekt, den ich nach weit über 200 SciFi-Titeln so beim Lesen noch nie erlebt habe, dabei das ganze aber keineswegs kitschig erscheinen lässt und somit einen weiteren Bonuspunkt in der Bewertung erzielt.

Dieses Werk gehört in jede anständige SciFi-Sammlung. Absolute Lese-Empfehlung!

Marcus Dietze

Abgefahrener wissenschaftsbasierender Historien Science Fiction Action Thriller

7. Dezember 2017

Das Buch von Oliver Juwig, „Der Kristall“ fängt ganz wissenschaftlich mit Hochtechnologie-Insekten-Robotern in einer Pyramide in Ägypten an. Es geht mit spannungsgeladener Action von Parkour über Navy Seal Teams weiter. Es dreht sich um seltsame Himmelskörper von außerhalb unseres Sonnensystems und um eine Zivilisation von vor 12.000 Jahren. Es geht um Physik, Anti-Gravitation und Wurmlöcher.
Ist es nun ein Historien-Roman, ein Action Thriller, Science Fiction, … schwer zu sagen.
Ich habe selten ein so inhaltsreiches und vielseitiges Buch gelesen. Es erwartet den Leser bis zum Ende hinter fast jeder Ecke eine Überraschung. So bleibt die Spannung auf Höchstniveau.
Die Fußnoten unterbrechen teilweise den Lesefluss, insb. wenn man so neugierig ist, bei Wikipedia weiterzulesen. Aber sie zeigen auch den Schreibwitz und die humorvolle Persönlichkeit des Autors.
Wer „Der Schwarm“ von Frank Schätzing mochte, wird hier sicher nicht enttäuscht und auf die langatmigen Passagen weiß Juwig zu verzichten.
Fazit: Es hat mich eine spannende Woche lang im Urlaub begleitet und teilweise hänge ich den enthaltenen Ideen und Gedanken noch nach, insb. wenn sie hier auf der Webseite in wissenschaftlichen Artikel fortgeführt werden und die Story dann doch irgendwie recht plausibel erscheinen lassen.

Jens Becker

Diesen Kristall legt man nicht so schnell aus der Hand

3. Dezember 2017

Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit: Im Frühjahr 2016 entdeckten zwei Astronomen einen Himmelskörper, der unsere Sonne auf einer langgestreckten Bahn weit außerhalb der äußeren Planeten umkreist. Dieser Himmelskörper nährt seitdem die Legende von Nibiru, einem bislang unbekannten Himmelskörper, der die Erde alle paar Jahrtausende in ein apokalyptisches Chaos stürzen soll.
Vor diesem Hintergrund hat Oliver Juwig einen spannenden Science Fiction-Thriller geschrieben. Dabei geht er der Frage nach, was wäre, wenn die Menschheit nicht die erste fortgeschrittene Zivilisation ist, die die unangenehme Bekanntschaft mit diesem Objekt macht.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart stößt ein Team von Astronomen in Cambridge auf besagtes Objekt und erkennt die Gefahr, die von ihm ausgeht: dass die Welt ins Chaos stürzt apokalyptischen Ausmaßes, wie 12.000 Jahre zuvor. Zur gleichen Zeit entdecken zwei junge Forscher der Universität Berkeley in der Pyramide von Gizeh eine versteckte Botschaft, die zwielichtige Organisationen ihnen sofort versuchen abzujagen.
Die zweite Zeitebene spielt 12.000 Jahre vor unserer Zeit. Der Autor geht darin der Überlegung nach, dass die ägyptischen Götter in Wahrheit Wesen einer zivilisierten und technisch weit fortgeschrittenen Zivilisation waren, die mit ihrem Raumschiff auf der Erde Schiffbruch erlitten haben. Sie waren dem Untergang geweiht, nachdem das gleiche Objekt, das in der Gegenwart die Erde bedroht, vor 12.000 Jahren schon einmal die Umlaufbahn der Erde kreuzte.
Können die Wissenschaftler verhindern, das fast die gesamte Menschheit ein weiteres Mal dem Untergang geweiht ist? Das Wissen über die dafür notwendige Technologie steckt in einem Kristall, der in dem havarierten Raumschiff der vor 12.000 Jahren auf der Erde gelebten fremden Zivilisation gefunden wird.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Die vielen Figuren, die im Laufe des Romans auftauchen, stiften weniger zur Verwirrung bei, sondern erzeugen eher einen spannenden Plot, der nie langweilig wird. Die kurzen Kapitel nehmen immer den Blickwinkel eines Teils des Ensembles ein.
Ich war von dem über 650 Seiten starken Roman positiv überrascht. Nachdem ich vor einigen Jahren einen enttäuschenden Roman über den vermeintlich bevorstehenden Weltuntergang 2012 nach dem Mayakalender gelesen hatte, habe ich seitdem die Finger von Weltuntergangsromanen gelassen. Auch hatte ich einen Abklatsch des „Cloud Atlas“ erwartet, aber dieser Roman erzählt, wie schon erwähnt, nur auf zwei Zeitebenen, deren Kohärenz mit jedem Kapitel offensichtlicher wird. Die Ebenen wechseln einander ab und enden nicht abrupt wie beim „Cloud Atlas“.
Ein weiteres Plus sind die Recherchen des Autors. Hier wurde nicht einfach eine Fantasie gesponnen, sondern anhand wissenschaftlichen Fachwissens ein mögliches Szenario gezeichnet. Dem starken Debütroman kamen dem Autor gewiss zugute sein Naturwissenschaftsstudium und seine berufliche Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Informationstechnologie.
Für jemanden, der einen Roman in 3 Tagen gelesen haben muss, ist dieses Buch nicht empfehlenswert. Diejenigen Leser, bei denen Qualität vor Quantität kommt, werden ihre wahre Freude an der spannenden Geschichte und ebenso spannenden Erzählweise haben.

Stefan Blasius

echt spannend

17. November 2017

Tolle Geschichte und das für ein Erstlingswerk … man kann das Buch nicht aus der Hand legen, spannend und toll verschiedene Theorien verwoben, einfach genial.

Jens